[Ultima Online] Thoralf - Wikinger

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TimeShift
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[Ultima Online] Thoralf - Wikinger

Beitrag von TimeShift » 20 Mär 2014, 18:07

nicht mein Charakter, aber ich habe die Charaktergeschichte für den Spieler damals überarbeitet. Und da es weder den Spieler noch den Shard mehr gibt, teile ich die Story hier mit euch :)


Seit Thoralf laufen konnte, war er als ein kleiner Draufgänger in dem Dorf, in dem sie lebten, bekannt. Er prügelte sich, wo er nur konnte und spielte den anderen Leuten regelmäßig Streiche. Dies gefiel seinem Vater ganz und gar nicht, da er der Meinung war, dass es seinem Ansehen schadete, obwohl die anderen Wikinger des Dorfes es mit Humor sahen.

Als er 15 Jahre war, beschloss sein Vater, ihn in der Kunst des Schmiedens zu unterrichten. Denn des Vaters größter Traum war es, dass Thoralf seine Arbeit weiterführen würde, um einstmals der beste Schmied der Eisinseln zu sein. Thoralf hatte dazu aber keine Lust. Er wollte lieber Krieger werden. Doch um seinem alten Vater einen Gefallen zu tun, ließ er sich unterrichten.

Er hatte eine Begabung für das Schmieden von Waffen und hätte nur mehr Übung gebraucht, um diese zu entwickeln, doch dazu kam es nicht, da er die Lehrstunden bei seinem Vater schon nach einigen Tagen schleifen ließ, was sein Vater nicht duldete. Thoralf schlich sich nachts immer in den Wald, um ungestört und unbemerkt seine Kampffähigkeiten zu verbessern.

An Thoralfs 16. Geburtstag schickte ihn sein Vater, gemeinsam mit seiner Mutter, ins Dorf, um noch ein paar Sachen für die für die große Feier, die er geplant hatte, zu besorgen und um noch letzte Hand an das Geschenk, welches er seinem Sohn machen wollte, zu legen.

Als sie in Dorf waren, wurde die Schmiede von einer Bande Banditen überfallen. Sein Vater leistete jedoch Widerstand und lieferte sich einen erbitterten Kampf mit ihnen. Er kämpfte bis zum Letzten, kämpfte so lange, wie er sich noch bewegen konnte. Er wehrte sich, bis ihm einer der Banditen von hinten eine Klinge durch die Rippen rammte und er blutend zu Boden ging. Er versuchte noch einmal, sich aufzurappeln und zumindest einen der Banditen in Hels Tiefen zu befördern, aber sogleich stachen die andere Banditen auf ihn ein. Ihre Schwerter fanden ihr Ziel und durchbohrten ihn so lange, bis er schließlich leblos am Boden lag. Dann nahmen sie so viele Waffen, Schilde und Wertgegenstände, wie sie tragen konnten und verschwanden unter schallendem Gelächter in den Bergen der Eisinsel.

Als Thoralf und seine Mutter zu der Schmiede zurückkamen, fanden sie die Schmiede verwüstet und halb zerstört vor. Noch im Schockzustand ließen sie die Sachen fallen und Thoralf lief, so schnell ihn seine Füße tragen konnten, ins Haus hinein. Seine Mutter indes blieb entsetzt, mit den Händen vor dem Mund, an der Tür stehen und begann bitterlich zu weinen. Thoralf jedoch viel neben seinem Vater auf die Knie. Unter Tränen schwor er den Mördern seines Vaters Rache.

Einer der Dorfbewohner kam just in diesem Moment zu der Schmiede, um einige Sachen, die Thjooarr bestellt hatte, abzuliefern. Er war nicht übel überrascht als er die Brunhild in der Tür stehend und Thoralf am Boden neben seinem toten Vater kniend vorfand. So schnell er konnte lief er ins Dorf und überbrachte dem Hetmann des die Nachricht, worauf dieser gleich einen Teil seiner Krieger losschichte, den Wald und die angrenzenden Berge nach den Schuldigen zu durchsuchen. Aber als sie nach unzähligen Stunden ins Dorf zurückkehrten mussten sie berichten, dass sie niemanden gefunden hatten.

Der andere Teil des Dorfes begann derweil das Grab für Thoralfs Vater herzurichten, wobei Thorles so gut er eben konnte, mithalf. Nach einigen Tagen waren die Steine für das Grab aufgeschichtet.

Das Begräbnis war eines der größten und aufwändigsten, welches das das Dorf je veranstaltet hatte. Schließlich war Thjooarr als der beste Freund des Hetmannes bekannt und von allen geschätzt, da die Waffen, die er zu seinen Lebzeiten schmiedete, seinen Stamm zu vielen Siegen geführt hatten.

In der Nacht nach dem Begräbnis dachte Thoralf darüber nach, wie er es noch schaffen könnte, seinen Vater stolz zu machen und seiner Familie Ehre bereiten zu können. Ihm wurde schnell klar, dass er in die Fußstapfen seines Vaters treten musste. So sprach er am nächsten Tag mit seiner Mutter darüber, dass er das Dorf verlassen müsse, um bei anderen Schmieden sein Handwerk zu verbessern. Doch er würde zurückkommen, wenn er einmal gut genug sei, um seines Vaters Erbe anzutreten.

Seine Mutter ließ ihn nur ungern gehen, aber sie fügte sich seinem Wunsch. Was zu diesem Zeitpunkt jedoch noch keiner wusste war, das Brunhild nicht mehr lange alleine sein würde. Denn sie war wieder schwanger und würde in einigen Monden ein weiteres Kind Odins in diese Welt setzen.

Thoralf verabschiedete sich nicht von seinen Freunden. Nur seine Mutter wusste, dass er fort gegangen war. Jedoch auch nicht wohin.

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