Neunter SpielLeiter-Stammtisch am 25. Januar 2019

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Liechtenauer
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Re: Neunter SpielLeiter-Stammtisch am 25. Januar 2019

Beitrag von Liechtenauer » 11 Jan 2019, 21:51

Hey Folks, zu unserem Thema Old School vs. New School hab ich bei Gevatter Mehlem von der Seifenkiste (die endlich wieder online ist, yay!) folgendes gefunden, mit dem ich was anfangen kann:

"Im [old school] D&D, das ich spiele, entwirft der Spielleiter eine Welt und lässt die Charaktere der Spieler auf diese Welt los. Im Gegensatz dazu ist die Welt heutzutage vielfach eine Sache, die erst in der Interaktion zwischen Spielern und Spielleiter entsteht.
Bei mir haben die Charaktere im Rahmen der Spielweltlogik die absolute Freiheit zu tun, was auch immer sie tun wollen, es steht aber nicht in der Macht der Spieler Einfluss auf das Aussehen der Welt zu nehmen. Die Geschicke der Welt allerdings, können sie – gerade mit zunehmender Macht – im Idealfall mit beeinflussen.
Kurz formuliert: Die Spieler haben keinen Einfluss auf die Welt, ihre Charaktere aber schon!
In der Konsequenz bedeutet das, dass die Welt und ihre Herausforderungen nicht für die Charaktere erschaffen wurde, sondern die Welt ist da, um zu existieren und in sich schlüssig zu sein. Die Welt ist also keinesfalls an die Charaktere angepasst – im Gegenteil, diese müssen sich der Welt anpassen."


siehe hier
"Wo das Chaos auf die Ordnung trifft, gewinnt meist das Chaos, weil es besser organisiert ist."

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Santiago
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Re: Neunter SpielLeiter-Stammtisch am 25. Januar 2019

Beitrag von Santiago » 12 Jan 2019, 10:50

Liechtenauer hat geschrieben:
11 Jan 2019, 21:51
Hey Folks, zu unserem Thema Old School vs. New School hab ich bei Gevatter Mehlem von der Seifenkiste (die endlich wieder online ist, yay!) folgendes gefunden, mit dem ich was anfangen kann:

"Im [old school] D&D, das ich spiele, entwirft der Spielleiter eine Welt und lässt die Charaktere der Spieler auf diese Welt los. Im Gegensatz dazu ist die Welt heutzutage vielfach eine Sache, die erst in der Interaktion zwischen Spielern und Spielleiter entsteht.
Bei mir haben die Charaktere im Rahmen der Spielweltlogik die absolute Freiheit zu tun, was auch immer sie tun wollen, es steht aber nicht in der Macht der Spieler Einfluss auf das Aussehen der Welt zu nehmen. Die Geschicke der Welt allerdings, können sie – gerade mit zunehmender Macht – im Idealfall mit beeinflussen.
Kurz formuliert: Die Spieler haben keinen Einfluss auf die Welt, ihre Charaktere aber schon!
In der Konsequenz bedeutet das, dass die Welt und ihre Herausforderungen nicht für die Charaktere erschaffen wurde, sondern die Welt ist da, um zu existieren und in sich schlüssig zu sein. Die Welt ist also keinesfalls an die Charaktere angepasst – im Gegenteil, diese müssen sich der Welt anpassen."


siehe hier
Klingt schon mal brauchbar, auch wenn nach der Definition einige gefühlt "Nicht Old School" RPGs dann in diese Kategorie fallen würden. Lässt auch die Frage offen, wo das mit dem "Aussehen der Welt" anfängt und aufhört usw.

Btw.hat sich gerade in einer anderen Diskussion ergeben, daß "Nikos" wahrscheinlich gerne zum Stammtisch kommen wird. Kann also sein, daß wir zwischenzeitlich mal englisch plaudern sollten ;)
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Liechtenauer
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Re: Neunter SpielLeiter-Stammtisch am 25. Januar 2019

Beitrag von Liechtenauer » 12 Jan 2019, 18:05

Santiago hat geschrieben:
12 Jan 2019, 10:50
Klingt schon mal brauchbar, auch wenn nach der Definition einige gefühlt "Nicht Old School" RPGs dann in diese Kategorie fallen würden.
Das ist doch gerade der Punkt, der mich bei der Erklärung abholt. Old School bezeichnet hier nicht bestimmte RPGs, sondern eine Art zu spielen. Klar gibt es Systeme, die das mehr oder weniger unterstützen, aber den Grundsatz kann man doch in jedem Spiel umsetzen.

Nikos hab ich vorne eingetragen. Wird wohl wieder ne große Runde diesmal. nice!
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Keelan
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Re: Neunter SpielLeiter-Stammtisch am 25. Januar 2019

Beitrag von Keelan » 12 Jan 2019, 20:11

Liechtenauer hat geschrieben:
09 Jan 2019, 14:08
Dragon Age ist als P&P gut umgesetzt, keine Frage. Es hat nur ein kleines Manko in meinen Augen: Die Defense ist in der Regel zu tief angesetzt, dafür die Armor aber zu hoch. Das führt dazu, dass man fast immer trifft, aber kaum Schaden verursacht (zumindest bei den Boxen war das noch so).

So ist es bei mir schon vorgekommen, dass man bis zu 10 Minuten auf einem Hurlock rumhaut, ohne nennenswert Eindruck zu hinterlassen. Das entspricht zwar dem Gefühl beim Computerspiel, ist beim Rollenspiel aber eher frustrierend. Daher würde ich dir empfehlen, entweder die Fantasy Age Regeln dafür zu verwenden, oder in den Originalregeln die Defense ein bisschen hochzusetzen und dafür die Armor runter.

EDIT: Ich hab grad gesehen, dass sie das in dem gebundenen Grundregelwerk schon korrigiert haben. Hast du das?
Das ist gut zu wissen, danke! Da kann ich das Problem dann vielleicht von vornherein ausmerzen. :)

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Keelan
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Re: Neunter SpielLeiter-Stammtisch am 25. Januar 2019

Beitrag von Keelan » 12 Jan 2019, 20:12

Santiago hat geschrieben:
09 Jan 2019, 16:30
Hab es auch hier, kann es gerne mal mitbringen.

Das Problem mit der Rüstung ost aber auch nicht sooo viel verbessert worden. Das Problem zieht sich auch durch Fantasy Age und Titansgrave. Für die Rüstwerte, die man ohne weiteres erreichen kann, egal ob auf der Spieler oder Gegnerseite, ist der Schaden mitunter zu niedrig. Stunts die "Rüstung umgehen" oder mehr Schaden machen sind bei Stuntpunkten schon vorprogrammiert
Wenn das die große, gebundene Ausgabe ist, ist das genau die, die ich auch besitze. Lieben Dank für das Angebot.

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Santiago
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Re: Neunter SpielLeiter-Stammtisch am 25. Januar 2019

Beitrag von Santiago » 12 Jan 2019, 23:47

Keelan hat geschrieben:
12 Jan 2019, 20:12
Wenn das die große, gebundene Ausgabe ist, ist das genau die, die ich auch besitze. Lieben Dank für das Angebot.
Muss sein, an einzelnen Ausgaben gibt es nur eine. Der Vorläufer bestand aus 3 Boxen ;)
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Liechtenauer
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Re: Neunter SpielLeiter-Stammtisch am 25. Januar 2019

Beitrag von Liechtenauer » 24 Jan 2019, 09:34

Ich hab eine gute Reihe vom System Matters Podcast zum Thema Old School (Renaissance) gefunden.

Hier besonders interessant (finde ich) die Folge 8, wo sie auf die 5 Aspekte für OSR Abenteuer-Entwürfe von James Raggi (LotfP) eingehen.

5 Punkte eines "guten" Abenteuers:

- Tödliche Situationen
- Freiheiten und echte Wahlmöglichkeiten
- Es gibt Erfolg und Fehlschlag
- Erfolge werden belohnt
- Variation/Abwechslung

Hört euch die Folge doch mal an. Was haltet ihr davon?
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Gambit
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Re: Neunter SpielLeiter-Stammtisch am 25. Januar 2019

Beitrag von Gambit » 24 Jan 2019, 14:27

So wie es aussieht, werde ich morgen wohl doch nicht dabei sein können. Seit Montag krank und unklar ob ich bis morgen noch die Kurve kriege :(

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Santiago
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Re: Neunter SpielLeiter-Stammtisch am 25. Januar 2019

Beitrag von Santiago » 24 Jan 2019, 15:29

Gambit hat geschrieben:
24 Jan 2019, 14:27
So wie es aussieht, werde ich morgen wohl doch nicht dabei sein können. Seit Montag krank und unklar ob ich bis morgen noch die Kurve kriege :(
Hmpf, ich drück die Daumen, daß es doch noch besser wird!
Liechtenauer hat geschrieben:
24 Jan 2019, 09:34
5 Punkte eines "guten" Abenteuers:

- Tödliche Situationen
- Freiheiten und echte Wahlmöglichkeiten
- Es gibt Erfolg und Fehlschlag
- Erfolge werden belohnt
- Variation/Abwechslung

Hört euch die Folge doch mal an. Was haltet ihr davon?
Bin jetzt leider noch nicht dazu gekommen reinzuhören, aber wieso unterscheiden diese 5 Punkte ein OSR von einem vermeintlichen Newschool Abenteuer? Gerade die Punkte "Freiheiten und echte Wahlmöglichkeiten" und "Variation/Abwechslung" sprechen doch dafür, daß Spieler etwas von sich aus einbringen können ((gemäß der Newschool Definition in einem Deiner vorherigen Postings...)). Ich find diese 5 Punkte gelten allgemein für Abenteuer, werd aber mal versuchen die Folge zu hören, vielleicht wird es dann klarer?!
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Liechtenauer
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Re: Neunter SpielLeiter-Stammtisch am 25. Januar 2019

Beitrag von Liechtenauer » 24 Jan 2019, 16:19

Gambit hat geschrieben:
24 Jan 2019, 14:27
Bin jetzt leider noch nicht dazu gekommen reinzuhören, aber wieso unterscheiden diese 5 Punkte ein OSR von einem vermeintlichen Newschool Abenteuer? Gerade die Punkte "Freiheiten und echte Wahlmöglichkeiten" und "Variation/Abwechslung" sprechen doch dafür, daß Spieler etwas von sich aus einbringen können ((gemäß der Newschool Definition in einem Deiner vorherigen Postings...)). Ich find diese 5 Punkte gelten allgemein für Abenteuer, werd aber mal versuchen die Folge zu hören, vielleicht wird es dann klarer?!
Ja, hör's dir erstmal an. ;)

Hab auch nicht gesagt, dass die fünf Punkte Old School von New School unterscheiden, nur dass ich sie gut finde und dass sie in einem OSR Buc zu finden sind.

Nicht die Spieler können etwas von sich einbringen sondern nur die Charaktere. Die Wahlmöglichkeit im OSR ist beispielsweise "linker Tunnel" oder "Rechter Tunnel". Aber was dann da kommt ist vom SL fest determiniert und wird auch nicht weil es so toll in die Story passen könnte abgeändert. Und nicht immer ist es so gestaltet, dass die Charaktere damit fertig werden können.
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